UX Fail #2: Fast oder Slow Food Overview?

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Hamburger Menüs verlangsamen auf Desktop die Orientierung

Hamburger Menüs haben sich auf mobilen Devices als hilfreiche Navigationselemente etabliert, auf Desktop verlangsamen sie Orientierung und Informationsaufnahme erheblich.

Wo genau liegt das Problem?

  • Auf großen Displays konkurrieren alle sichtbaren Inhalte (Texte, Bilder, etc.) um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Ein Hamburger Menü kann in diesem Kontext aufgrund der geringen Größe leicht untergehen, die Auffindbarkeit des Menüs ist unnötig beeinträchtigt.
  • Zudem ist der Hauptvorteil der Desktop-Nutzung die im Vergleich zur mobilen Ansicht bessere Übersichtlichkeit: Nach dem Landen auf einer Website zeigen die sichtbaren Hauptkategorien eines Navigationsmenüs ohne einen weiteren Klick Hinweise auf die angebotenen Inhalte. Durch das Hamburger Menü ist dies nicht mehr möglich, denn erst nach einem Klick wird ein Überblick über die angebotenen Themen möglich. Durch den limitierten Platz auf mobilen Devices beschränkt sich die Übersicht normalerweise auch nur auf genau eine Navigationsebene.
  • Ebenso ist die Erreichbarkeit der Inhalte auf dem Desktop durch das Hamburger Menü unnötig eingeschränkt, da Nutzer sich durch die verschiedenen Ebenen klicken müssen, um ihr Ziel zu erreichen.

Empfehlungen aus der Usability Forschung:

  • Nutzen Sie die Stärken und Möglichkeiten von großen Displays. Sie haben Platz – also zeigen Sie, was Sie haben!
  • Erlauben Sie Ihren Nutzern, sich durch ein „offenes Hauptmenü“ einen direkten Überblick über die Inhalte zu verschaffen: Ohne Klick oder andere Aktion.
  • Zeigen Sie weitere Inhalte und Sub-Ebenen nach Klick oder Mouse-Over.

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Sandra Schuster

General Manager

089 7404205565