The Digital Experience Herbst 2011


Aus die Maus: Warum wir Mouse-over-Effekte in Zukunft immer seltener sehen werden

Interaktive Effekte, die sich auf Websites beim Darüberfahren mit der Maus abspielen, sind heute weit verbreitet. Diese Effekte werden "on hover" ausgelöst, also ohne Mausklick. So hat sich z.B. in Navigationsleisten eine Hover-Vorschau auf Unterkategorien fest im Gestaltungskanon etabliert.

Schon seit längerer Zeit ist in unseren User-Experience-Tests jedoch eine zunehmend kritische Haltung der Nutzer gegenüber Mouse-Over-Effekten zu verzeichnen. Vor die Wahl gestellt, bevorzugt die Mehrheit der User inzwischen regelmäßig die Bedienung interaktiver Effekte per Klick.

Grund ist einmal mehr das Nutzerbedürfnis nach Kontrolle. Nutzer wollen bei der Interaktion mit dem Medium die Zügel in der Hand behalten. Mouse-over sorgt hingegen oft für Überraschungen und nimmt dem User ein Stück seiner Kontrolle. Ein Extrembeispiel hierfür ist In-Text-Werbung, die sich bei Mausberührung eines Texts öffnet und die Nutzung einer Website aus Usersicht zum Spießroutenlauf macht.

Hover-Navigationsmenüs sind aufgrund ihrer filigranen Bedienung zudem oft eher für Feinmotoriker geeignet. Sobald die Maus verrutscht, schließt sich der ganze Baum und die Suche fängt von vorne an. Dies hat z.B. auch Microsoft erkannt und beim Wechsel von Windows XP auf Vista das on hover kaskadierende Startmenü durch ein Ordnersystem per Klick ersetzt. Dieser Wechsel wurde mit der Einführung der Menübänder in Office 2007 konsequent fortgeführt.

Neben Akzeptanz- und Usabilityproblemen spricht ein anderer Trend dafür, dass wir Hover-Effekte in Zukunft immer seltener sehen werden: Touchscreens von Smartphones und Tablet PCs kennen kein Mouse-over und fangen gerade an, die Gestaltung klassischer Websites stark zu beeinflussen. Websites müssen heute mehr denn je hinsichtlich der Verwendung auf unterschiedlichen Geräten optimiert werden. Mouse-over hat da keinen Platz mehr.


Social-Media-Forschung für das ZDF

Die ZDF-Medienforschung wollte in einem umfassenden Marktforschungsansatz herausfinden, wie sich die stärkere Communitynutzung auf das Mediennutzungsverhalten auswirkt. Dabei durfte Facit Digital das ZDF unterstützen. Der Fokus unserer Untersuchung lag neben einer  allgemeinen Bestandsaufnahme bei der Communitynutzung speziell auf der Nutzung ausgewählter ZDF-Fanseiten bei Facebook. Durch eine Onlinebefragung auf Facebook kombiniert mit Gruppendiskussionen und einer eigenen Marktforschungs-Community konnten zahlreiche quantitative und qualitative Erkenntnisse gewonnen werden.

Es zeigte sich, dass trotz der stark überwiegend Nutzung der Communitys für private Zwecke, gerade für klassische Medienanbieter als glaubwürdiger Absender von Informationen eine große Chance besteht, eine aktive Rolle in den weiter expandieren Communitys einzunehmen.

Die Ergebnisse finden Sie in der Fachzeitschrift Media Perspektiven

 


Der Online-Preismonitor: Wettbewerbsvorteil durch Kenntnis der Online-Preisstrategie des Wettbewerbs

Der Online-Preismonitor ist ein neues Tool, das Facit Digital erstmalig in Deutschland anbietet. Es handelt sich dabei um ein einzigartiges B2B-Tool zur systematischen Erfassung, Strukturierung und Analyse von Preisdaten im Internet. Dabei greifen Online-Robots tagesaktuell Preisinformationen Ihrer Wettbewerber online ab und stellen diese Daten in einem Web-Interface zur Verfügung, welche aktuelle und historische Daten übersichtlich darstellt und analysiert. Mit Hilfe dieses  innovativen Tools verschaffen Sie sich im umkämpften Online-Markt einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil

Die Analyse unserer Kunden zeigen, dass mit Hilfe unseres Tools Erlössteigerungen zwischen 3 und 13% erreicht werden. Je stärker die Reaktionszeit auf Preisänderungen der Wettbewerber verkürzt werden, desto größer der Erlöszugewinn.

Der Preismonitor ist keine Preissuchmaschine, sondern wir stellen Ihnen individuell eine umfassende personalisierte Datensammlung zur Verfügung, die über ein einfach zu bedienendes Webinterface abgerufen werden kann, dass sie bei der Strukturierung und Analyse der Daten unterstützt. Gemeinsam mit unserem französischen Partner Priceveille, der auf 10 Jahre Erfahrungen in diesem Bereich zurückblicken kann, betreuen wir Kunden wie Canon, Philipps oder Euronics. Dabei wird das Tool bereits heute schon in den folgenden Branchen eingesetzt:
• Weiße und Braune Ware
• Autoreifen
• Lebensmittel
• Reisen
• Handys


Neue Studie der Facit Research: SIS 2012 Noch mehr Nachhaltigkeit, neues Glück

Die von der Facit Research, zusammen mit Prof. Florack Univ. Wien und Dr. Franziska Weis, FH St. Gallen, zusammen entwickelte und von der Wirtschaftswoche im Juni 2011 mit gewaltigem Echo publizierte Studie zum Sustainable Image Score, wird erweitert und neu aufgelegt. Die Erweiterung betrifft sowohl das wissenschaftliche Modell (auf Basis der Daten 2011) als auch weitere Branchen und Unternehmen.


Neues im Team

Dorit Horst

Wir freuen uns, Dorit Horst als neuen Senior Consultant bei uns zu begrüßen. Dorit ist Ergonomie-Psychologin und Coach und war zuvor in mehreren französischen User-Experience-Research-Instituten tätig. Bei Renault betreute sie zudem als Human Factors Specialist die nutzerzentrierte Entwicklung interaktiver Medien im Fahrzeug. Gemeinsam mit Dorit werden wir unser Methodenportfolio im Bereich qualitative User Experience Forschung weiterentwickeln.

Oliver Rixner

Unser Neuzugang Oliver Rixner ist nun schon seit einigen Monaten bei uns und verstärkt unser Team als Consultant. Zuvor war der Diplom-Geograf und Werbekaufmann in der Marktforschung bei Kabel Deutschland sowie als Institutsleiter beim Münchner Institut für automobiles Marketing tätig.

Michael Wörmann

Michael Wörmann ist seit Juli 2011 neuer Geschäftsleiter von Facit Digital. Gemeinsam mit Christian Bopp wird sich Michael in der neuen Position weiterhin der Entwicklung unseres Geschäfts und unserer Methoden sowie der Betreuung unserer Kunden widmen.