The digital Experience Herbst 2008


Facit Marketing-Forschung übernimmt das Forschungsinstitut PbS

Die drei Geschäftsführer der facit Gruppe: Patrick Rudolf, Katrin Ringlstetter, Christian Bopp

Die Facit Gruppe baut aus: Mit der Übernahme des Münchner Forschungsinstituts PbS AG entsteht eines der größten Institute für psychologische Marketingforschung.

Der ehemalige Vorstand der PbS AG, Katrin Ringlstetter, wird neben Patrick Rudloff und Christian Bopp Mitglied der Facit Geschäftsführung. Das erweiterte Facit Institut bietet seinen Kunden ein ganzheitliches Angebot psychologischer Marken-, Produkt- und Kommunikationsforschung unter einem Dach an.


Mobiles Fernsehen der Zukunft

Was erwarten Nutzer vom mobilen Fernsehen der Zukunft? In einer Studie, die wir zusammen mit der Forschungsinitiative Zukunft Digital, Mediaplus, Grundy Light, Neverest, Saturn und Wüstenrot durchführten, untersuchten wir die Akzeptanz von Formaten und Werbeformen im mobile TV. Hierzu wurde in einer Onscreenbefragung die Nutzung des mobilen Fernsehens simuliert und über 200 Intensivhandynutzer hierzu befragt.

Die Ergebnisse:

Das neue Medium ist vor allem dazu geeignet, technikaffine und junge Heavy-User zu begeistern, also Early Adopter mit Hang zur besonders intensiven Handynutzung.

Wichtig ist, nicht einfach Inhalte von TV oder Internet auf den mobilen Kanal zu übertragen, sondern eigene Formate zu entwickeln, die dem Medium und seinen Möglichkeiten und Limitierungen optimal Rechnung tragen: Werbeclips sind z. B. dann besonders erfolgreich, wenn sie interaktive Aktionen mit einbinden.

Content und Werbeclips sollten nicht zu lang sein, humorvoll und/oder informativ sein und Bildschirmgröße und spezielle Nitzungssituation berücksichtigen.

Vieles deutet darauf hin, dass es auf Anbieterseite einen klaren Vorteil für First Mover gibt: Marken, die in der Frühphase von mobileTV werben, haben aufgrund von wenig konkurrierender Werbung ein besonders großes Potential, auf die Kunden zu wirken.


Facit Digital erforscht Erfolgsfaktoren von E-Journals

E-Journals sind interessante werbliche Mischformen, die zwar online bereitgestellt werden, aber meist zahlreiche Gestaltungselemente von Print-Medien (klar begrenzter Umfang, Doppelseiten-Aufbau) aufgreifen: Der häufig als Stilmittel eingesetzte Umblättereffekt versucht einerseits, die Haptik von gedruckten Broschüren nachzuahmen, die Anreicherungen mit Videos, Musik, interaktiven Grafiken und dem direkten Einstieg in Bestellprozesse bieten andererseits all die Funktionen von ausgereiften Websites. Werbungtreibende schätzen geringe Kosten bei großer Reichweite und die hochwertige Anmutung.

Dies ist ein Beispiel für ein E-Journal von o2: http://cando.o2online.de/

Wie nehmen aber Nutzer diese "Zwitter" wahr? Gelten Regeln der Web-Usability oder aufgrund der Print-Analogien ganz eigene Gesetze zur Anwendung? Was ist das Rezeptionsverhalten der Nutzer gegenüber den Broschüren? Ist die  Öffnung hin zu user-generated Content erwünscht? Was sind für Endkunden die interessantesten Einsatzgebiete und Themen?

Diesen Fragen gehen wir aktuell gemeinsam mit Plan.Net Publishing nach.
Über die Ergenisse werden wir Sie demnächst hier informieren.


Toolvorstellung: User-generated Structure

Das Fundament für eine intuitive Bedienbarkeit einer Website ist eine nutzergerechte Sitestruktur. Die richtige Gruppierung von Contents und Features entscheidet darüber, wie gut Nutzer Inhalte auffinden können.

Facit Digital hat ein Forschungstool entwickelt, das bei Neukonzeption und Überarbeitung einer Website Informationen über die von den Nutzern erwarteten Gruppierungen liefert.

Bei "User-generated Structure" sortieren 100 - 200 Vertreter der Zielgruppe den Content einer Website online über eine Drag & Drop-Anwendung. Die individuellen Gruppierungen werden über ein spezielles statistisches Verfahren so zusammengefasst, dass sich ein rechnerisches Optimum für eine neue Sitemap ergibt. In dieser werden die Suchwege im Mittel aller Besuche minimal, da sie genau an das mentale Modell der Nutzer angelehnt ist. Im Ergebnis steht unsere Empfehlung für eine oder mehrere alternative Sitestrukturen, die von uns detailliert hergeleitet und diskutiert werden.
User-generated Structure stellt den Konzeptern somit erstmals eine nutzerzentrierte Basis für ihre Aufgabe zur Verfügung.

Das Tool eignet sich besonders für Websites, auf denen viel Content in Navigationsrubriken zusammengefasst werden muss. So haben wir mit diesem Ansatz z.B. Reisebüros oder Banken oder Retailer beraten. Auch die Sortierung von Content in umfangreichen Intranets zählt zu den Beispielen.

Die comdirect bank hat unser Tool bereits für die Optimierung mehrerer Sitebereiche eingesetzt. So gelang es beispielsweise, die Darstellung des immer weiter gewachsenen Produktportfolios nutzerzentriert neu zu ordnen. 

vorher
nachher

Lesen Sie mehr zu diesem Fallbericht in einem Auszug aus dem Tagungsband der Konferenzreihe Mensch + Computer (Usability Professionals' Track).

Eine Simulation unseres Sortiertools finden Sie hier.


Verstärkung fürs Team

Julia Schönfeldt

Julia Schönfeldt bereichert unser Team als Diplomandin. In ihrem Fach Wirtschaftspsychologie untersucht Julia in Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg bei uns die Akzeptanz und Wirkung neuer Werbeformen in Electronic Program Guides (EPGs). Wir sind jetzt schon gespannt auf die Ergebnisse und werden an dieser Stelle demnächst darüber berichten.