The digital Experience Frühjahr 2011


Neue Studie: Wie man Smart TV richtig macht

HbbTV-Angebot der ARD

Die Konvergenz von Fernsehen und Internet schreitet immer schneller voran. Nach der IFA im September 2010 gingen in Deutschland die ersten Sender mit Ihrem neuen HbbTV-Angebot live, darunter ARD, ZDF, Sat1, Pro7, RTL sowie die dritten Programme. Mit der HbbTV -Technik (Hybrid broadcast broadband TV) wird nach dem PC und dem Mobiltelefon nun also auch das Fernsehen "Smart".

Anfang Februar 2011 wurde dieses neu geschaffene Smart TV im Lean-Back User Experience Labor von Facit Digital mit 34 potentiellen Nutzern kritisch unter die Lupe genommen. Ziel war es, Erfolgstreiber sowie Nutzungshürden des neuen Angebots zu identifizieren.

Insgesamt wurde das Smart TV-Angebot senderübergreifend als positiv bewertet. Als Erfolgsfaktoren konnten  Content, Design und Usability identifiziert werden, welche in der Studie im Detail diskutiert und anhand von Best-Practice-Beispielen erläutert werden.

Die Studie wurde im Rahmen des Industrial Tracks auf der Fachkonferenz EUROITV 2011 in Lissabon vorgestellt. Die Studie ist frei zum Download verfügbar.


Social Media

Das Thema Social Media ist in aller Munde. Aber wie kann man die vielfältigen Meinungsäußerungen der Kunden nutzen, um Produkte und Marken noch besser an den Anforderungen und Vorstellungen der Kunden auszurichten? Unsere Antwort heißt Social Media Analyzer (SoMa). In Zusammenarbeit mit dem führenden Social Media Monitoring Tool SM2 von Alterian unterstützt Facit Digital dabei, Nutzermeinungen aus Communities, Blogs, Foren usw. zu extrahieren und diese in quantitativer und qualitativer Ergebnisse zu überführen, die bei der Entwicklung und Überwachung von Kampagnen einbezogen werden sollen. Einige Projekte liefern interessante Ansatzpunkte für die Vermarktung. Oder hätten Sie vielleicht gedacht, dass das Thema Hörgerät sehr oft in Zusammenhang von besorgten Eltern diskutiert wird, die Lösungen für die Hörschwäche Ihrer Kinder suchen? Wir konnten Aufzeigen, wo man diese Zielgruppe erreicht und wie man sie auch in der klassischen Kommunikation  optimal ansprechen kann.


Shaping the mobile experience...

IA Konferenz 2011 in München

 … war das Motto der spannenden IA Konferenz in München.

Viele bekannte und neue Gesichter, spannende Themen, qualifizierte Vorträge: Die IA Konferenz mausert sich immer mehr zur spannendsten Veranstaltung in Sachen User Experience Design und Research in Deutschland. Und das dieses Jahr zu unserer Freude auch noch in München.

Tenor vieler Vorträge war Cross-Platform User Experience: Das Primat der 1024-Desktopwelt schwindet, stattdessen wird eine ganzheitliche Nutzungserfahrung über mehrere Kanäle angestrebt. Je nach Situation greift der User über unterschiedliche Kanäle auf das Angebot zu und findet jeweils angepasste Bedienung, situativ nützliche Features und ein einheitliches Look and  Feel vor.

Spannend fanden wir außerdem

  • "Mikrointeraktionen" mit User Interfaces gezielt als psychologische Verstärker einsetzen (Arno Bubitz): Schnelle visuelle und akustische Rückmeldungen des UI machen die Nutzung angenehm und belohnend.
  • Prototyping für mobile Applikationen: Großes Hallo gab es zurecht für das neue Tool "mokk.me" (Olliver Annen)
  • … die Tatsache, dass man die Vorträge dank all der fleißigen Mikroblogger praktisch auch wieder live auf Twitter verfolgen konnte…

User Experience pragmatisch: Es muss nicht immer der große Bericht sein

Bei User-Experience-Studien ist eine detaillierte Projektdokumentation mit langen Berichten nicht immer nötig. Oft ist es sinnvoller, alle Projektbeteiligten "an einen Tisch" zu holen und Schlüsselergebnisse, Befunde und Optimierungsvorschläge direkt zu diskutieren und Maßnahmen zu verabschieden. Ein "epischer" PowerPoint-Bericht ist dann oft nicht mehr erforderlich. Dies hat sich jüngst wieder bei einer User-Experience-Studie für Osram gezeigt, bei der durch die direkte Abstimmung nach den Tests zwischen Kunde, Agentur, IA und Facit Digital ein bedeutsamer Zeitgewinn und Kostenersparnisse erzielt wurden.

"Für uns war dieses Vorgehen genau das Richtige. Wir konnten schnell die Schwachstellen des Systems identifizieren und die Optimierungsempfehlungen sofort umsetzen, ohne lange auf einen detaillierten Bericht zu warten", so Jockel Wiedhopf, Projektleiter bei Osram.


Wie Käufer mit ihrer Marke leben – unser Diary24® -Ansatz

Wer kennt das Dilemma nicht: Ein Produkt wird in der Prelaunch-Phase vom Verbraucher getestet und eupho-risch gelobt. Doch nach der Einführung steht es wie Blei in den Regalen und verschwindet rasch wieder in der Versenkung. Dieses Schicksal teilten 2010 allein im FMCG Bereich 71% aller Neueinführungen Tendenz steigend.

Warum?

Klassische Befragungen stellen künstliche Situationen dar, in denen sich Verbraucher anders verhalten und anders antworten als in ihrem vertrauten Konsumkontext.

Wir fangen daher die Eindrücke zu  Marken in Echtzeit ein: Beim Diary24® begleiten wir Käufer über einen längeren Zeitraum und zeichnen per Kopfkamera, Video und Tagebüchern ihre Erfahrungen mit Marken und Produkten auf mit zumeist verblüffenden Erkenntnissen.

Für mehr Informationen können Sie sich hier einen Film angucken oder für  Fallbeispiele einfach ein mail an p.rudloff(at)facit-group.com. senden.


Daniel Wolf

Unser neuer/alter Kollege Daniel Wolf beschäftigt sich im Rahmen seiner Masterarbeit an der Erdinger FH für angewandtes Management mit dem Thema Social-Media-Analyse. Wir freuen uns auf spannende Ergebnisse!

Liesa Breitmoser

Und noch ein neues Gesicht: Liesa Breitmoser kommt nach ihrer Tätigkeit bei Serviceplan zu uns, um ihre Diplomarbeit im Rahmen ihres Soziologie-Studiums an der LMU München bei uns zu schreiben. Willkommen Liesa!