Was ist Joy of use?

Joy of use entsteht, wenn alles glatt läuft

Eines der am häufigsten zitierten Konzepte im Bereich der User Experience ist Joy of use. Kaum ein digitales Medium wird heute ohne das Ziel einer solchen emotionalen Ansprache entwickelt. 

Was hat es damit auf sich? Muss die Website einer Bank Spaß machen? Natürlich nicht. Hierzu muss man unterscheiden zwischen Spaß (fun) und Freude (joy). Spaß im Sinne von Unterhaltung bieten ein Onlinegame, eine lustige App oder ein launiger Kommentar in einer Community. Freude entsteht hingegen beim User dann, wenn dessen Nutzungsziele durch das Medium einfach und angenehm erreicht werden, wenn durch ein nahtloses Wechselspiel von Bedienung und Systemfeedback ein flüssiger Dialog entsteht oder wenn gesuchte Informationen auf innovative, kluge Weise vermittelt werden.

Die größte Freude bereiten jedoch Erfolgserlebnisse. Daher ist ein Interaktionsdesign, das den Anwender effektiv und effizient durch die verschiedenen Usecases führt, die beste Voraussetzung für nachhaltigen Joy of use. Aus diesem Grund ist Nutzungsfreude nicht nur mit einem attraktiven grafischen Design zu erreichen, sondern in erster Linie durch eine systematische Optimierung der Sitestruktur, eine iterative Anpassung des Interaktionsdesigns oder über ein nutzerzentriertes Layout von Wireframes.