Was ist User Experience?

Jeder Kanal stellt eigene Anforderungen an eine gute User Experience

Die erlebte Qualität der Interaktion eines Nutzers mit einem Kontaktpunkt zu Ihrem Unternehmen wird im Bereich digitaler Medien User Experience (Abk. UX) genannt. Auf Deutsch kann man dies mit Nutzungserfahrung oder Nutzungserleben übersetzen.

Erfolgsfaktoren für eine gute Nutzungserfahrung sind:

Darüber hinaus können, je nach Zielsetzung, weitere förderliche Qualitäten herangezogen werden, wie z.B. die Anreizwirkung zur Nutzung und Exploration des Angebots, Markenpassung oder Innovationsgrad.

Ob die User Experience eines digitalen Touchpoints gut ist, hängt immer von den Erwartungen im speziellen Kundensegment und von der Art des Mediums ab. So ist z.B. die Bedienung bei komplexen Games oft schwer zu erlernen, während die Joy of use dennoch so hoch ist, dass die Spieler nicht davon lassen wollen.

Häufig ist das User Interface aus Nutzersicht mit dem Produkt selbst gleichzusetzen. Bei der Interaktion entscheidet sich somit, ob Produktversprechen wie "Einfachheit", "Nützlichkeit" oder "Sympathie" eingelöst werden. Eine positive Erfahrung bei der Nutzung geht somit mit einem erfüllten Marken- und Produktversprechen einher.

Dabei spielen die jeweiligen Ziele des individuellen Nutzers (z.B. "einen schönen Film online finden und ansehen") eine wichtige Rolle. Werden diese einfach und zufriedenstellend erreicht, ist dies eine belohnende Erfahrung, die häufig mit "Joy of use" beschrieben wird. Dies erklärt, warum Usability ein so wichtiger Faktor für eine gute User Experience ist.

In den letzten Jahren haben sich unter dem Stichwort User Experience Research zahlreiche Forschungsansätze etabliert, welche die Entwicklung interaktiver Medien systematisch begleiten und die Zielerreichung hinsichtlich der User Experience dauerhaft messen. Hierdurch wird ein systematisches Management und Optimierung der User Experience möglich.

Die neue ISO-Norm 9241-210 behandelt das Konzept User Experience erstmals explizit.

Lesen Sie hierzu auch einen Blogbeitrag von Michael Wörmann.